Stadthistorie Hannover
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Westliche Marienstraße vorheriger Ort nächster Ort

Der westliche Abschnitt der Marienstraße entwickelte sich vom Siedlungsgebiet der „Gartenleute“ vor dem Aegidientor zu einem zentralen Quartier der Südstadt. Im Zuge der Stadterweiterung des 19. Jahrhunderts verlor das Areal seinen ländlichen Charakter und erhielt seinen Namen zu Ehren von Königin Marie, der Gemahlin Georgs V. Das städtebauliche Bild wird durch zwei Hauptwerke der Hannoverschen Bauschule geprägt: Die zwischen 1857 und 1860 von Conrad Wilhelm Hase errichtete Gartenkirche St. Marien ersetzte eine ältere Fachwerkkirche und gilt als Meisterwerk der Neogotik. In direkter Nachbarschaft entstand ab 1860 das Mutterhaus des Henriettenstifts, das als diakonisches Zentrum eng mit der königlichen Familie verbunden war. Trotz schwerer Zerstörungen durch Luftangriffe 1943 und 1944 blieb das Ensemble in seiner Grundstruktur erhalten und zeugt heute vom Übergang der Festungsstadt zur expandierenden Residenz.


Zugeordnete Stadttafeln

1350
1822
1888
1926